Roland Foehlisch

Der zweite Teil unserer Serie über die Köpfe hinter den Kunstwerken im Viertel dreht sich heute rund um die Gedanken von Roland Foehlisch.

Phil Porter hat den Maler in seinem Atelier besucht und ihm die ein oder andere Frage zu Kunst und Freiheit gestellt. Wer nun mehr von Roland Foehlischs Bildern sehen möchte besucht ihn einfach in der Weberstraße 51a.

 

 

Wer bist Du?

Ich bin der, der Farbe so malt, dass sie die Menschen berührt.

 

Was bietest Du an?

Bilder, die Kraft geben, die aktivieren, die die Menschen zur Ruhe kommen und zu sich kommen lassen.

 

Wo bist Du?

Auf dem Sprung! Die Basis für meinen Weg als Künstler ist gelegt. Jetzt gehe ich raus und zeige mich.

 

Was erwartet die Leute?

Farbe, die direkt auf Körper und Seele wirkt. Menschen, die vorher nur im Internet geschaut haben, sind meist völlig überrascht, wieviel stärker Farbe wirkt, wenn sie aus echten Pigmenten, Öl und Ei auf der Leinwand besteht, statt aus selbstleuchtenden Pixeln.

 

Auf welchen Internet-Portalen bist Du vertreten?

Eigentlich vorwiegend im realen Leben, da dort die Wirkung am deutlichsten wird und natürlich auf meiner Homepage. Die Wirkung von Farbe beim Malen zu erleben, macht mir einfach mehr Freude, als zu viel Zeit am Computer zu verbringen.

 

Welche Wege führten Dich in die Welt der Kunst?

Die grandiose Ausstellung von Mark Rothko in der Hamburger Kunsthalle 2008 öffnete mir die Augen. Ich spürte, welche Kraft Kunst haben kann. Da entschloss ich mich, meinen Betrieb als Augenoptiker zu verkaufen und das Malen zum Beruf zu machen.

 

Welche Reaktion eines Besuchers hat Dich am meisten beeindruckt?

Ein Besucher sagte einmal: „Ihre Bilder gehören in die Kunsthalle und da kommen sie auch hin!“

 

Wie entsteht ein Werk von Dir?

Das Leben und die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen und genießen, die Eindrücke verarbeiten und dann allein mit Farbe zum Ausdruck bringen.

 

Warum ist Kunst wichtig für die Gesellschaft?

Gute Kunst hilft den Menschen und der Gesellschaft sich zu entwickeln. Dazu darf Kunst nicht nur zeigen, was bereits vorhanden ist, sondern auch, was möglich wäre.

 

Welches Atelier sollte man auf jeden Fall besuchen?

Neben meinem Atelier 😉 – Schmuckwerk von Christina Mihalic. Ihr Schmuck hat die gleiche Kraft und Wärme wie meine Bilder.

 

Wo trifft man Dich zufällig im Viertel?

Im „Genusshaus im Viertel“

 

Wie sah Dein erster Kontakt zum künstlerischen Handwerk aus?

Ein Schnuppermalkurs 1998, den ich geschenkt bekommen habe. Darauf folgten 19 Jahre Malen und Lernen von Margaretha Küwen und Prof. Michael Kohr.

 

Wie definierst Du Freiheit?

Mein Traum von der Welt: Jeder Mensch entwickelt den Mut, das zu tun, was er am besten kann und am meisten liebt. Damit schafft er nicht nur für andere Menschen den größten Nutzen, den er mit seinem Leben geben kann. Er selbst wird gleichzeitig auch noch am glücklichsten. Eine Gesellschaft, die so wäre, wäre stark und bräuchte sich vor keiner Herausforderung scheuen.

 

Muss man eine Schule besuchen, um ein Künstler zu sein?

Viele der größten Kunstwerke und viele Weiter-Entwicklungen in der Kunst verdanken wir Künstlern, die nicht studiert haben! Es ist erstaunlich, dass wir immer wieder auf die Form statt einfach auf die Kunst schauen. In ihr steckt ALLES! Malen lernt man nur durch Malen und das ganze Künstlerleben ist ein einziges Studium.

 

Kunst oder Kommerz?

Die Dinge, die mit Liebe durchdrungen sind, werden wirtschaftlich oft größer, als die, die man nur macht, um damit Geld zu verdienen!