Georg Peus

Bis zu Kunstwerk im Viertel 2017 ist es jetzt nicht mehr lang. In knapp einer Woche öffnen die Ateliers des Bremer Viertels für ein Wochenende ihre Pforten.

Wir veröffentlichen bis dahin jeden Tag ein Interview mit einem der Künstlerinnen und Künstler.

Den Anfang dieser letzten Woche macht Georg Peus. Mit kurzen, knappen Antworten stellt er sich den Fragen des Fotografen Phil Porter.

 

 

 

Wer bist Du?

Ich bin Tischlermeister, seit 16 Jahren hier im Haus, seit 39 Jahren im Beruf.

 

Was bietest Du an?

Möbel und andere Gebrauchsgegenstände, baue auf Kundenwunsch und auch
nach eigenen Entwürfen.

 

Wo bist Du?

Meine Werkstatt liegt im Steintorviertel, Prangenstraße 63, eine der letzten Tischlereien hier.

 

Was erwartet die Leute?

Die Leute finden hier teils Möbelproduktionen in Arbeit, teils eigene Werke wie Tische,
Schneidebretter, Obstständer, Sitzmöbel, Lampen.

 

Wo stellst Du Deine Werke aus?

Meine Arbeiten sind nur hier zu sehen.

 

Welche Rolle spielt das Handwerk in Deinem Schaffen?

Das Handwerk spielt eine große Rolle, ich arbeite viel mit Massivholz.

 

Was bedeutet das Viertel als Kulturstandort für Dich?

Viele kleine handwerkliche und künstlerische Ateliers, letzenendes meine traditionelle Werkstatt im
traditionellem Viertel, das passt.

 

Wie entsteht ein Werk von Dir?

Möbel: Kundenberatung, Entwurf, Zeichnung, Produktion.
Objekte und Skulptur: Inspiration ( aus der Natur ), Entfremdung einzelner Materialien, Gegenständen
oder Bauteilen, verstecken von unerwartbaren Funktionen. Skizze, Zeichnung, Tonmodell, Fotos.

 

Wie kalkulierst Du die Preise für Deine Werke?

Material und Stundenaufwand

 

Welche Personen beeinflussten Dich zur Anfangszeit?

mein alter Meister

 

Welche Personen beeinflussen Dich heute?

Müther, Twellmann, Goldworthy, etc.

 

Warum ist Kunst wichtig für Dich?

Ausgleich zum Handwerk

 

Welche Gründe führten dazu, dass Du im Viertel arbeitest?

Die Werkstatt

 

 

Welches Atelier sollte man auf jeden Fall besuchen?

Stephanie Supplith, Schweizer Straße

 

Wie definierst Du Freiheit?

frei sein von Geld – Raum – Zeitvorgaben im Schaffensbereich.

 

Was verbindest Du mit „Kunstwerk im Viertel“?

Mit Freude die Werkstatt zu öffnen, meine Arbeiten zu zeigen, und so viele andere Ateliers neu zu entdecken,
die sich unscheinbar überall befinden.