Cordula Bünger

Weiter geht es mit der kleinen Interviewreihe mit den Künstlern und Künstlerinnen aus dem Bremer Viertel.  Kunstwerk im Viertel 2017 rückt näher und wir veröffentlichen nun alle paar Tage ein kleines Interview aus der Stadt.

Dieses Mal hat Phil Porter, seines Zeichens Fotograf, Cordula  Bünger von nittinx besucht. Ihr Atelier hat sie mit ihrem Mann zusammen im Atelierhof in der Alexanderstraße 9b.

 

 

Ich bin Cordula Bünger, mit meinem Partner Udo Kieckhefen habe ich seit 1984 ein Atelier für Strickdesign im Atelierhof. Wir haben uns im Lauf der Jahre von 4 auf 80 m2 vergrößert um genügend Platz für alle Materialien, Apparate und Maschinen und unsere Arbeiten zu haben. Wir stellen überwiegend gestrickte Kleidung her und machen Entwürfe für Firmen und betreuen industrielle Produktionen in aller Welt.

 

Stricktechnik fasziniert uns immer noch, ist längst nicht ausgereizt.
Neuerdings stricken wir Bilder, auf Schals und Kissen. Wir machen gern immer wieder was neues.

 

AM Tag der offenen Tür bekommen die Besucher Einblick in eine Strickproduktion im kleinen mit allen Arbeitsschritten und sehen Beispiele unserer Arbeit sowie experimentelle Sachen, die so nie in die Öffentlichkeit gelangen. Außerdem beantworte ich geduldig und sachkundig alle möglichen Fragen, stelle die große Jacquard Maschine an, teile Tipps aus usw.

 

Wir freuen uns besonders, wenn gelangweilte männliche Besucher, die keine Lust auf Klamotten haben, angesichts der Technik Feuer fangen und sich daraus die kurzweiligsten Konversationen ergeben.

 

Zum Metier kam ich durch die Lust daran, eine Profession wurde daraus, weil der gelernte Beruf mir nicht gefiel. Die Schicksalsgöttin schickte den richtigen Partner zur rechten Zeit, zu zweit kann man sich immer wieder Mut machen in schwierigen Zeiten.

 

Das Viertel als Standort ist für uns unverhandelbar, wegen des Atelierhofs und unserer Gemeinschaft dort in menschlicher wie künstlerischer Hinsicht.
Von Anfang an bei KIV engagiert, sind dadurch Kontakte zu anderen Kolleg*innen entstanden, die wir nicht mehr missen mögen.